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Trail Of Tears, Tristania, Therion

11.11.2004, (CH) Pratteln, Z7

Was kann es Schöneres geben, als für 130 km drei Stunden Fahrtzeit zu benötigen, weil es keine Autobahn gibt ...? Egal: Das, was den Schweizern und mir heute geboten wurde, war umwerfend!

Trail Of Tears
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Trail Of Tears aus Norwegen eröffneten einen gigantischen Abend für rund 600 Zuschauer. Sänger Ronny Thorsen, der für die Growls verantwortlich ist, hatte zusammen mit Kjetil Nordhus (clean Vocals) das Publikum im Griff. Mit Nackenbrechern wie »Ecstasic« vom letzten Album »A New Dimension Of Might« hatten Trail Of Tears die Anwesenden auf ihrer Seite. 30 Minuten Spielzeit verabreichten uns einen gehörigen Energieschub und machten Lust auf mehr. Und dieses »Mehr« gibt es Ende Januar in Form des nächsten Albums namens »Free Fall Into Fear«. Von diesem wurden uns drei Songs dargeboten. Den ersten Ohrwurm singe ich noch jetzt: Take me awayyyyy ...! Dauerpropeller Terje Heiseldal muss aufpassen, dass er nicht abhebt. Und auch die restlichen Bandmitglieder bestehend aus Kjell Hagen am Bass, Runar Hansen an der Lead Gitarre und Jonathan Perez am Schlagzeug (der außerdem noch bei Sirenia trommelt) ließen es auf der Bühne richtig krachen. Mit diesem Sound kein Problem.

Tristania
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Kurze Zeit später gaben uns Trail of Tears' Landsmänner und -frau von Tristania den nächsten musikalischen Kick. Frontfrau Vibeke Stene verzauberte das Publikum mit ihrer Sopranstimme. Den bösen Gegensatz bildet Kjetil Ingebrethsen. Mein spontaner Gedanke: Angst!! Dass solch eine kreischende Stimme aus solch einem kleinen Kerl herauskommt ...?? Mit »Aphelion« und »Beyond The Veil« hatten Tristania einige Höhepunkte im Programm. Deren neues Album beglückt uns ebenfalls im Januar: »Ashes«. Auch bei Tristania keine Soundprobleme, lediglich etwas zu leise, wie auch schon Trail Of Tears. Ansonsten: Eine echte Liveband, gerade weil sexy Vibeke wie eine Grazie auf der Bühne agiert und Sänger Kjetil wie wild Hörner in die Menge wirft.

Rund eine Stunde später ist der (Gothic-)Spaß dann vorbei und Therion begannen ihr Set. Wieder einmal reisen wir durch zwölf Alben (mit einem glasklaren Sound!) und erleben dadurch einen Kontrast, wie er stärker nicht sein könnte: Ein kleiner, gemischter Opernchor bestehend aus zwei Sängern und zwei Sängerinnen bilden gemeinsam mit einer weiblichen Opernleadstimme die Klassikfraktion, wohingegen »Schwedens bester Rocksänger« (O-Ton Christofer Johnsson) die Metalröhre übernimmt. Ein eingespieltes Team lieferte einen tighten Auftritt ab. Gitarrist und Wagner-Fan Christofer Johnsson übernahm bei einem älteren Stück, sogar die Leadvocals und überraschte mit gekonntem Gekreische und Gegrunze. Die Menge freute sich. Über zwei Stunden unterhielten die Schweden Therion die Gäste mit epischen Stücken und rockigen Songs. Unter den Zugaben befanden sich unter eigenen Liedern auch ein Song von Motörhead und einer von Nevermore. Unterstützt wurden Therion da von diversen Bandmitgliedern aus Norwegen am Gesang, welches sich ein grinsender Ronny Thorsen am Ende der Halle ansah ...

Wenn diese Tour mal kein Erfolg war ... Jederzeit gerne wieder mit diesen drei Bands im Paket!

Tanja

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Live-Reviews:

04.08.2007 bis 06.08.2007: 18. Wacken Open Air (Wacken)
26.10.2004: Trail Of Tears, Tristania, Therion (Stuttgart, LKA Longhorn)
18.08.2005 bis 20.08.2005: Summer Breeze 2005 (Abtsgmünd)
04.08.2005 bis 06.08.2005: 16. Wacken Open Air (Wacken)
26.02.2005: Tristania, Empty Storage (Bad Salzungen, Kallewerk)
18.08.2006 bis 19.08.2006: Summer Breeze 2006 (Dinkelsbühl)


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