Live-Reviews

Axel Rudi Pell, Thunderstone, Pump

28.04.2004, Ludwigsburg, Rockfabrik

Der Abend in der wohl so gut wie ausverkauften Rockfabrik begann mit der Süddeutschen Formation Pump. Diese boten den Fans Poser Rock, wie in den für diese Musikrichtung goldenen Zeiten der 80er Jahre des vorherigen Jahrtausends. Dass diese Musikrichtung zur Zeit ziemlich tot ist und es auch besser bleibt, genau diesen Beweis traten Pump an. Nichtssagende Songs, lahme Ansagen des Sängers und das gräuliche Poseroutfit erinnerten stark an die großen Vorbilder aus Amiland. Auch das Publikum zeigte sich nicht wirklich begeistert von der Band und der Spuk war alsbald vorbei.

Weiter ging es mit den Finnen Thunderstone. Ich sage es ja nur ungern, man könnte den Eindruck gewinnen ich sei ein Miesmacher, aber auch Thunderstone konnten zu keiner Zeit überzeugen. Es sei denn man ist gnadenloser Stratovarius Fan, denn die Songs der Band erinnern, wie auch schon auf Konserve, sehr stark an ihre Landsmänner, selbst die Gestik des Sängers war komplett von Kotipelto übernommen, Zufall? Na, jedenfalls wurde die Stimmung in der Rockfabrik besser, selbst wenn alle ungeduldig der Hauptband entgegenfieberten.

Nach einer kürzeren Umbaupause war es dann soweit, nach einem längeren Intro ging es mit »Tear Down The Walls« los, das nahtlos in »Nasty Reputation« überging. Die Band um Axel Rudi zeigte sich spielfreudig wie eh und je. Selbst der gesundheitlich Angeschlagene Johnny Gioeli lies sich nichts anmerken und lieferte mal wieder eine High Energy Performance allererster Güte ab. Positiv wirkten sich auch die Backgroundsängerinnen aus, dadurch wurden die Refrains einfach noch mitreißender gestaltet.
Die Setlist war ausgewogen gewählt, neben alten Standards (Carousel, Masquerade ball, Casbah) gab es eine Reihe Songs des neuen Albums zu hören (Strong As A Rock, Legions Of Hell). Höhepunkte des Abends waren sicherlich die Akustiksession der Musiker bei der neben »Oceans Of Time« auch »Forever Angel« gespielt wurde und die sehr stimmungsvoll rüber kamen. Als Bonbon spielte man auch das Rainbow Cover »Temple Of The King«. Die obligatorischen Soloeinlagen der Musiker (gigantisch mal wieder Drum Tier Mike Terrana) gingen in Ordnung, auch wenn ich keinen großen Unterschied zur letzten Tour ausmachen konnte. Zum Abschluss wurden dann noch »Fool, Fool« und »Call Her Princess« gespielt und ich denke, kein Fan von Axel Rudi Pell wird nach diesem tollen Headlinergig enttäuscht nach Hause gegangen sein.

Lars

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Interviews:

Interview: Axel Rudi Pell, 28.04.2004 ich finde es langweilig die Songs einfach nur stur so zu spielen wie sie auf der Platte sind

CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Pump - Breakdown To Breakthrough
CD-Review: Axel Rudi Pell - The Ballads III
CD-Review: Axel Rudi Pell - Kings And Queens
CD-Review: Axel Rudi Pell - Knights Live
CD-Review: Axel Rudi Pell - Shadow Zone

Live-Reviews:

25.05.2007 bis 27.05.2007: Rock Hard-Festival (Gelsenkirchen, Amphietheater)
04.08.2005 bis 06.08.2005: 16. Wacken Open Air (Wacken)


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