Live-Reviews

Rocktown Open Air 2003

11.07.2003 bis 12.07.2003, Bebra, Biberkampfbahn

My Cold Embrace (11.07.03)

Die erste Band des Abends war My Cold Embrace. Leider haben wir uns verspätet, so dass wir die Jungs nur noch hören konnten. Uns wurde allerdings zugetragen, dass wir einiges verpasst haben. Sie hatten eine sehr gute Show und obwohl sie als erstes gespielt haben, sind schon so einige Leute dazu abgefahren und das trotz der Hitze. Was wir gehört haben, kann das nur bestätigen. Es war der erste Gig mit ihrem neuen Gitarristen, der sich sehr gut in das Gesamtbild der Band einfügt. Sie hatten zwar zuvor nur sehr wenig Zeit zum üben, aber es hat alles ganz hervorragend geklappt. Waltraud

Explosive Noise Club
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Exlosive Noise Club (11.07.03)

Die zweite Band des Nachmittags hatte es nicht sehr leicht. Es sind sehr wenig Leute da, es ist noch hell und es ist viel zu warm. Zu Anfang wirkten auch Explosive Noise Club recht träge, aber so nach und nach besserte sich das und ab ungefähr Halbzeit war die Bühne gar nicht mehr groß genug.
Ich muss zugeben, dass ich mit ihrem Stil, eine Art Funk-Crossover-Metal nichts anfangen kann. Bei den Leuten rundherum fanden sie allerdings durchaus Anklang und zum Schluß wurden dann sogar lautstark Zugaben verlangt. Was sie dann spielten unterschied sich stark von ihrer sonstigen Musik. Ein sehr schönes Instrumentalstück, das hauptsächlich aus Trommeln und Digeridoo bestand. Diese Elemente könnten sie ruhig öfter verwenden ... Waltraud

Blag Cobra
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Blag Cobra (11.07.03)

Obwohl die Band Blag Cobra noch nicht einmal zwei Jahre existiert, erkennt man sofort eine gewisse Professionalität bei den Musikern. Kein Wunder eigentlich, ist mit dem Gitarristen »Dully« auch ein ehemaliger The Bates Gitarrist an Board und mit Schlagzeuger »Nook« ein ehemaliges Mitglied der Schnitter. Trotzdem braucht sich der Rest der fünf Kasseler nicht vor der »Prominenz« zu verstecken.
Blag Cobra liefern erstklassigen Stonerrock, der trotzddem seine Eigenständigkeit hat. Gerade der Gesang passt herrlich zu den mitreissende Stücken und auch die Bühnenperformance lässt eigentlich keine Wünsche übrig. Dies schien auch das Publikum so zu sehen, so wurde es doch vor der Bühne endlich etwas voller.
Auch wenn ich selbst eigentlich kein Fan von Stonerrock bin, muss ich zugeben, dass mich die Band restlos überzeugt hat. Frank

Thunderstorm
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Thunderstorm (11.07.03)

Mit Thunderstorm verließ das Festival den Undergroundlevel. Das Trio aus Italien war vor zwei Jahren schon einmal beim Rocktown Open Air und wurde, wiel es so gut gefallen hat, gleich noch einmal gebucht.
Sie spielen eine Mischung aus Doom und Black Sabbath, die auf der einen Seite sehr melodiös aber eben auch nicht so schwerfällig daher kommt, wie man es sonst von Doom gewöhnt ist. Auf der Bühne agierten sie alles andere als träge und so konnten sie allgemein für gute Stimmung sorgen. Das einzige, was mich gestört hat war, dass die Charakterstimme von Sänger Fabio für mein Empfinden zu laut abgemischt war, was in höheren Lagen ganz schön nerven konnte. Waltraud

End Of Green
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End Of Green (11.07.03)

End Of Green machten den Freitagabend den Headliner und ich muss sagen, ich find es schon toll, dass sich das Rocktown-Team auch an solche Größen heran traut.
Was man der Band auf jeden Fall sofort anmerkte ist die Tatsache, dass sie eindeutig größere Bühnen gewohnt sind und sich ziemlich auf der Pelle hockten. Allerdings habe ich schon weitaus bessere Gigs der Band gesehen und die Songauswahl ist auch schon mal besser ausgefallen.
Dem Publikum merkte man an, dass sie zweigeteilter Meinung waren, die einen bangten was das Zeug hielt und die anderen schliefen fast vor der Bühne ein (es kann allerdings auch sein, dass es mit am Alkohol lag). Auf jeden Fall kamen die End Of Green Fans voll auf ihre Kosten. Monika

Don't
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Don't (12.07.03)

Don´t sind die Gewinner des diesjährigen Rock Harz Open Airs und der Hauptpreis bestand darin, auf dem Rocktown Open Air spielen zu dürfen. Und so mit machten Don´t den zweiten Tag den Opener, die Jungs sind aus Seesen aus dem Harz und ich muss ehrlich sagen, sie klingen mehr nach Deathmetal als sie aussehen.
Die Jungs lieferten am frühen Abend eine recht passable Show ab, allerdings merkte man auch, dass sie schon einige Routine an den Tag legten. Auf jeden Fall konnten sie doch den ein oder anderen davon überzeugen am sehr frühen Abend auch mal die Haare zu schütteln. Monika

Belgarion
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Belgarion (12.07.03)

Belgarion waren eine der drei Kasseler Bands des Festivals. Wir hatten eigentlich gehofft, dass es am Samstag Abend schon etwas voller sein würde, aber man muss es nehmen wie es kommt und Belgarion ließen sich die Laune durch die geringe Zuschauermenge nicht verderben. Auch für sie war es der erste Gig mit Benjamin, ihrem neuen Gitarristen, und ich muss sagen, dass er seine Sache sehr gut gemacht hat.
Er war nur noch etwas zu ruhig und zurückhaltend, so dass die Show Sänger Martin und Bassist Tommy überlassen blieb. Ihr Sound war OK und was mich immer wieder beeindruckt, ist die abwechslungsreiche Stimme von Martin, der in der Lage ist sehr schnell von sanft melodiös über rockig bis hin zu fast Death Metal artigem Gesang zu wechseln. Waltraud

Nevermind
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Nevermind (12.07.03)

Nevermind sind ein Dreigespann der etwas ungewöhnlichen Art, denn auf einem Metal oder Rockkonzert spielen doch relativ selten Bands der Kategorie Punkrock. Das Trio bringt Musik ganz im Stil von den Sexpistols bis hin zu eigens kreierten Mc Donald's und Co Songs.
Was ich leider auch feststellen musste war die Tatsache, dass Punkrock auf Dauer gesehen doch relativ langweilig wird (auch wenn mich jetzt einige steinigen). Aber ich denke ein so gemischtes Billing wie auf dem Rocktown Open Air bekommt man auf jeden Fall nicht überall geboten, ganz in dem Sinne von Strom-Gitarren-Kultur. Monika

Burden Of Grief
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Burden Of Grief (12.07.03)

Burden Of Grief muß ich sagen haben mir den Samstag abend am besten gefallen und obwohl das ich die Band wirklich schon oft gesehen habe. Ich muß sagen sie werden immer besser, die Bühnenshow und auch Musikalisch, obwohl sie den Abend mit technischen Problemen zu kämpfen hatten. Die Jungs aus Kassel und Warburg haben mittlerweile ihre vierte CD aufgenommen und stellten an diesem Abend vier neue Songs vor, welche das Publikum doch recht gut aufnahm. Trotzdem denke ich das Burden nicht ohne ihre Klassiker auskommen den die Fans der Band lassen ihnen keine Ruhe bis zumindest Prowler die Iron Maiden Coverversion durch die Boxen dröhnt. Die Burdens wurden auf jeden Fall mal wieder vom Feinsten abgefeiert. Monika

Dark At Dawn
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Dark At Dawn (Main Stage, 05.07.03)

An diesem Abend wurde eine recht bunte Mischung der Stilrichtungen geboten und die Headliner dieses Samstags waren dann die Dark Power Metaller von Dark At Dawn. Auch sie hatten keine Massen vor der Bühne, aber die Anwesenden gingen dafür ganz gut ab. Trotz der späten Stunde lieferten sie eine sehr energiegeladene und professionelle Show, ohne dass es für einen Moment einen zu routinierten oder einstudierten Eindruck gemacht hat. Im Gegenteil, sie wirkten sehr sympathisch und es hat wirklich Spaß gemacht dabei zu sein.
Das Trio existiert schon seit 1993 und man merkt ihnen deutlich an, dass sie schon sehr viel Liveerfahrung sammeln konnten. Auch bei ihnen ist mir insbesondere der Gesang aufgefallen. Sänger Thorsten Kohlrausch verfügt über eine sehr kräftige, dunkle und klare Stimme, die einfach hervorragend zu ihrer Musik passt. Waltraud



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Biografie:

Biografie: Dark At Dawn

Interviews:

Interview: My Cold Embrace, 16.05.2008 Neue Leute bedeuten richtig frischen, motivierenden Wind
Interview: My Cold Embrace, 11.10.2002 Death-Metal muss richtig auf die Fresse hauen!
Interview: My Cold Embrace, 09.11.2004 Brutal sollte das Ding werden und brutal ist's geworden
Interview: Belgarion, 18.08.2001 ... wir wollten einen Namen, den man nicht gleich in irgendeine Schublade stecken kann.
Interview: Burden Of Grief, 28.03.2004 Wir haben die Musik geschrieben, die uns gefällt und die wir selber auch hören wollen
Interview: Burden Of Grief, 22.10.2000 ... über Alf kam ich zum Metal ...
Interview: Burden Of Grief, 22.04.2007 Death End Road
Interview: Burden Of Grief, 01.12.2001 Ein Interview mal etwas anders!

CD/DVD-Reviews:

CD-Review: My Cold Embrace - Hausgeist
CD-Review: My Cold Embrace - Katharsis
CD-Review: My Cold Embrace - ... zurück aus Hölle
CD-Review: End Of Green - Dead End Dreaming
CD-Review: Belgarion - Hopelessness
CD-Review: Burden Of Grief - Dead End Road
CD-Review: Burden Of Grief - Fields Of Salvation
CD-Review: Burden Of Grief - On Darker Trails
CD-Review: Dark At Dawn - Dark At Dawn
CD-Review: Dark At Dawn - Of Decay And Desire

Live-Reviews:

25.12.2008: 4. Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Nachthallen)
26.12.2005: Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Musiktheater)
28.07.2001: Rocktown Open Air (Biberkampfbahn, Bebra)
03.08.2006 bis 05.08.2006: 17. Wacken Open Air (Wacken)
26.08.2005 bis 27.08.2005: Up From The Ground (Gemünden, Mainwiesen)
18.08.2005 bis 20.08.2005: Summer Breeze 2005 (Abtsgmünd)
08.08.2003 bis 09.08.2003: Fun & Crust V (Höchstenbach)
22.08.2002 bis 24.08.2002: Summer Breeze 2002 (Abtsgmünd)
26.12.2006: 2. Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Nachthallen)
18.08.2001: Belgarion - CD-Release-Party (Gaststätte Hahn, Kassel)
11.10.2003: Art Of Darkness Festival (Scherfede, Waldhütte)
21.09.2002 bis 22.09.2002: Metal gegen Krebs (Neukirchen)
01.12.2001: Meatgrinder, Rebellion, Burden Of Grief, The Atmosfear, Die Apocalyptischen Reiter (Jufi, Duderstadt)
15.09.2001: Art Of Darkness Festival (Waldhütte Scherfede)


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Live-Review: Swedenrock-Festival, 05.06.2007-09.06.2007
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