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Powerwolf

01.11.2007, Saarbrücken, Garage

Schon früh pilgerten die Powerwolf-Anhänger zur Garage in Saarbrücken, jedoch wollte die Location nicht richtig voll werden. Die Befürchtung bewahrheitete sich aber keinesfalls. Und so drängelten sich die mittlerweile um einiges aufgestockte Menge gen Bühne, als das Intro zum Heimspiel der Band lud!
Die Ankündigung der Band, mittels des heute für mich eingesprungenen Merchandisers wurde von den Fans belustigt angenommen. Und mit »We Take It From The Living« des aktuellen Albums »Lupus Dei« stürmte das Quintett die Bühne! Sofort sprang der Funke über und klatschende Hände leiteten einen unvergesslichen Abend ein.
Sänger Attila Dorn begrüßte das Publikum mit seinem immer noch gebrochenem Deutsch und erkannte bekannte Mienen: »Ahh! Ich sehe Gesichterrr aus dem Fanclub!«
Die multikulturelle, bleichgesichtigen Nachtgeschöpfe heizten den Anwesenden nun mit »Prayer In The Dark« ein, der von dem 2005er-Hit »We Came To Take Your Souls« gefolgt wurde.
Bei »Saturday Satan« gab es dann kein Halten mehr. Mitgrölen und Hörner in die Lüfte jagen reichten nicht mehr, ein Moshpit erweiterte das Repertoire der Fans!
Attilas mitgebrachter goldener Kelch wurde zum Wohle des Publikums erhoben. Falk Maria Schlegel, seines Zeichens Organist der Vampire, wurde der Teufel ausgetrieben. Und auch heute verlangten die Leute, Attila möge sich ausziehen, was aber wiederum mit einem freundlichen »Nein« des Sängers abgelehnt wurde.
Zu »Kiss Of The Cobra King« und »In Blood We Trust« wurden kräftig die Matten geschüttelt und die Gruppendynamik in der Garage war deutlich zu spüren.
Stéfane Funèbre an den Drums preschte mit ohrenbetäubender Doublebass voran.
Powerwolf sind nicht nur eine Band für die Ohren, auch optisch sind sie nicht nur auf Grund des vampirischen Stylings eine Wucht! Flutlicht abgewechselt mit mystischen Rot- und dämonischen Grüntönen verwandelte die Garage in eine Gruft.
Das mitreißende »Mother Mary Is A Bird Of Prey«, sowie »Mr. Sinister« forderte der Menge nochmal alles ab, bevor es etwas ruhiger um die Geschöpfe der Nacht wurde. Falk Maria und Attila heizten die Leute an, verleiteten sie zum Mitsingen, zum Klatschen, zum Mitmachen ...
Fast anmutig wirkte der Beginn des Titelsongs »Lupus Dei«, als die von Falk Maria Schlegel gespielten Orgeltöne erklangen. Gänsehautfeeling im Raum! Die Gebrüder Greywolf - jeweils an der Gitarre - beeindruckten einmal mehr mit fliegenden Haaren und Fingerkünsten auf den Sechssaitern.
Zu Ende?? Das konnten die Powerwolf-Fans nicht auf sich sitzen lassen und verlangten lautstark nach einer wohlverdienten Zugabe! Die Zeit war knapp, doch die Wölfe erhörten unser Verlangen, denn Vampire sterben nie! So rundete »Vampires Don't Die« eine Stunde Heavy Metal vom Feinsten ab!
Und wer zum Wolfsrudel gehören will, melde sich an und bittet um Audienz: www.freenet-homepage.de/wolfstribe

Setlist:

  • Intro
  • We Take It From The Living
  • Prayer In The Dark
  • We Came To Take Your Souls
  • Saturday Satan
  • Kiss Of The Cobra King
  • In Blood We Trust
  • Mother Mary Is A Bird Of Prey
  • Mister Sinister
  • Lupus Dei
  • Zugabe: Vampires Don't Die

Tanja

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Interviews:

Interview: Powerwolf, 08.04.2006 Manchmal hat es Vorteile, wenn ein Sänger erst spät zum Metal kommt, dann ist er mit Melodien nicht so verbraucht

Live-Reviews:

11.08.2007: Powerwolf (St. Ingbert, Holzstock-Festival)
19.11.2005: Powerwolf (Illingen, Illtal Gymnasium)


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