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Belgarion (18.08.2001)

... wir wollten einen Namen, den man nicht gleich in irgendeine Schublade stecken kann.

Waltraud: Martin, euer Sänger, hat als einziger von euch noch lange Haare. Der ganze Rest ist mittlerweile kurz- bis glatzhaarig. Warum eigentlich?

Lee: Ich habe mich damals von meiner Freundin getrennt und irgendwas mußte sich tun, verändern. Also habe ich mir die Haare abrasiert.

Ingo: Unser Schlagzeuger hat die Band verlassen........

Lee?: Ich war es, der Ingo die Haare abrasiert hat. Wir rasieren uns immer gegenseitig.

Monika: Wie ist Belgarion entstanden?

Martin: Belgarion ist aus den Resten von The Black Roses entstanden. Tommy war ein Gründungsmitglied der Band. Ich und Ingo haben auch mal dort gespielt. Unserer früherer Schlagzeuger auch, aber der ist ja mittlerweile ausgeschieden. Für ihn kam dann der Lee. Durch seinen Einstig hat sich auch unser Stil immer weiter entwickelt und irgendwann hatte es einfach nichts mehr mit Black Roses zu tun und so änderten wir unseren Namen um in Belgarion.

W.: Wie seit ihr denn auf den Namen gekommen. Hat das was mit der Belgariat Saga von David Eddings zu tun?

Martin: Ja genau. Das war meine Idee. Belgarion ist eine Hauptfigur in diesem Roman und mir gefiel der Name einfach gut. Er klingt sehr rund und weich. Man kann prima mit ihm spielen und außerdem wollten wir einen Namen, den man nicht gleich in irgendeine Schublade stecken kann wie zum Beispiel Cannibal Corpse oder so. Da weiß man sofort, daß das nur geknüppel sein kann. Die wenigsten wissen, wo der Name herkommt. David Eddings ist einer meiner Lieblingsautoren und die Belgariat Saga ist eines der besten Bücher, wie ich finde.

W.: Wo bei dem Thema Stil sind. Wie würdet ihr euren denn beschreiben?

Martin: Oh je, das ist eine schwere Frage. (Überlegt eine Weile) am besten fragst du sowas gar nicht erst und siehst dir später einfach die Show an (lacht) Wir haben Balladen und auch harte Songs. Wir hören alle völlig unterschiedliche Musik, und sämtliche Einflüsse spielen eine Rolle.

Ingo: Wir Proben immer sehr leise und sehr oft clear, weil man dann Fehler viel besser heraushören kann. Bands, die immer so laut spielen, wollen damit doch nur ihre Fehler vertuschen.

M.: Was für Musik hört ihr denn privat? Ausschließlich Metal oder auch andere Richtungen?

Lee: Ich höre alles mögliche, nicht nur Metal. Ich höre z.B. auch sehr gerne Depeche Mode und Hip Hop.

Tommy: Alles von Death SS und Black Metal.

Ingo: Von soft bis hard, alles eigentlich. Man kann sagen, die besten Stücke der letzten 40-50 Jahre. Ich habe sehr viele Sachen auf MP3 zu Hause.

Martin: Bei mir ist es hauptsächlich Old School Metal und Folk Sachen.

M.: Und Welche Rolle spielen diese ganzen Einflüsse bei euch?

Na ja. So lange Lee nicht mit seinem doofen Hip Hop kommt!! (alle lachen)

Martin: Es ist schon so, daß jeder von uns so seine Einflüsse mit einbringt. Es kommt zwar auch vor, daß mal einer ein Lied fast im Alleingang schreibt, aber nur selten. Für gewöhnlich läuft es so ab, daß Tommy mit einer Idee kommt. Martin und Lee drehen das Ganze dann nochmal durch einen Fleischwolf und Ingo macht dann zum Schluß Musik daraus, das heißt er macht dann die Feinarbeiten.

W.: Also richtiges Teamwork.

Ja. Wir haben ja bis jetzt auch noch nicht so viele Stücke, weil wir unheimlich lange an einem herumfeilen, bis wir dann zufrieden sind. Bei manchen lassen wir es dann irgendwann ganz sein. Wenn wir mit einem Lied nicht zufrieden sind, spielen wir es auch nicht.

M.: So richtige Perfektionisten?

Mmmmh, nein. Würde ich nicht unbedingt so sagen. Ich nenne es mal normalen Perfektionismus.

W.: Ich habe gehört, daß ein Lied von euch irgendwo regelmäßig im Radio gespielt wird.

Ja genau. In Radio Niedersachsen ...

W.: Wie steht ihr denn zu Napster?

Ingo.: MP3 ja, aber Napster haben sich mittlerweile verkauft. Früher sind sie mal gut gewesen, aber es gibt jetzt wesentlich bessere Adressen. Ich habe ja selbst sehr viele Songs auf MP3 zu Hause.

Martin: Auf unserer Homepage kann man sich auch ein paar Lieder runterladen. In voller Länge und guter Qualität, das war uns wichtig.

M.: Mal was anderes. Wieso macht ihr eure CD-Releaseparty ausgerechnet in einer Gaststätte! Das ganze Ambiente hier ist ja doch etwas seltsam für ein Metalkonzert.

Martin: Wir wollten nicht zum tausensten mal im MFV spielen und haben uns nach anderen Möglichkeiten umgesehen. Leider gibt es davon hier eben nicht allzuviele. Das Juz in Immenhausen war zu teuer und die meisten anderen Gaststätten, die wir uns angesehen haben auch. Der Wirt hier ist wirklich unheimlich nett und der Saal hat eine sehr gute Akustik, außerdem ist er bezahlbar. Deswegen haben wir uns hierfür entschieden, auch wenn das Ambiente etwas gewöhnungsbedürftig ist.

W.: Wie seit ihr zum Metal gekommen?

Martin: Mein Vater hat solche Sachen wie Deep Purple gehört und ich habe das dann eben so von klein auf gelernt. Mit der Zeit habe ich mich dann bis Iron Maiden gesteigert.

Lee: Ich habe damals mit AC/DC angefangen. Meine erste Scheibe war Black Sabbath, Paranoid.

Ingo: Meine Schwester hörte Guns and Roses und Bon Jovi. Für mich war das viel zu soft und über Freunde bin ich dann an Metallica gekommen. Damit fing es an.

Tommy: 1977 habe ich bei einem Bekannten von mir Black in Black von Kiss gehört. Dann fing alles an.

M.: Was sind eure Lieblingsscheiben?

Tommy: Alles von Death SS

Martin mußte wegen der Ansage gehen.

M.: Welches Auto fahrt ihr?

Ingo: Einen roten Polo. Das Auto meiner Mutter. Na ja, eigentlich gehört er mir, ich fahre ihn immer, aber er ist auf meine Mutter angemeldet.

Tommy: Ich fahre eine Reißpille, weil ich die deutschen Bonzen nicht unterstützen will.

Lee mußte auch schon gehen

Lars

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CD-Reviews:

CD-Review: Belgarion - Hopelessness

Live-Reviews:

26.12.2006: 2. Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Nachthallen)
11.07.2003 bis 12.07.2003: Rocktown Open Air 2003 (Bebra, Biberkampfbahn)
18.08.2001: Belgarion - CD-Release-Party (Gaststätte Hahn, Kassel)


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