Underground

Reaper - Elements

(Spielzeit: 26 min./VÖ: 2003)
Reaper - Elements

Bereits seit 19 Jahren gibt es die Kasseler Heavy-Metal-Band Reaper. Die Formation spielt Heavy Metal in seiner ureigensten, reinsten, schlichtweg truesten Form, mit allen dazugehörigen Klischees, wie man ihn kultiger nicht mehr bringen kann!
Schon das Debüt der Band wusste mit gut durchdachten Arrangements, fetten Gitarren, einer groovigen Rhythmussektion und dem herrlich tiefen Organ von Sänger und Leadgitarrist Daniel Zimmermann, das häufig sogar ein wenig an den Gesang von Paradise Lost zu »Shades Of God« und »Icon-Zeiten« oder frühe Lake of Tears (zu »Headstones«-Zeiten), sowie teilweise ein wenig an Peavy von Rage oder Chris Boltendahl von Grave Digger erinnert, voll zu überzeugen.
Bei dieser Mini-CD gibt es ebenfalls keinerlei Bedenken, es ist alles beim alten geblieben. Reaper servieren ihren Fans ein weiteres volles Metalbrett, wie es herrlicher und klassischer nicht sein kann! Der fette Sound des Silberlings tut sein übriges, um von Beginn an heftig zum Abgrooven und zum Headbangen einzuladen, bis im wahrsten Sinne des Wortes die Schwarte kracht, der Notarzt kommt oder kein Auge mehr trocken bleibt!
Erstklassige Gitarrenhooks und abwechselnde Leadgitarrensoli, herrlich sägendes Riffing, eine streckenweise leicht düstere Atmosphäre, diverse Tempovariationen und superbe Melodien gehören zu den Trademarks des Kasseler Vierers. Viele plötzlich eingestreute Rhythmuswechsel und zahlreiche mächtige Gitarrengrooves machen die Musik von Reaper zu einem kleinen Juwel.
Die überwiegend mystischen Texte passen prima zur tiefen Stimme von Sänger und Leadgitarrist Daniel Zimmermann, dessen Organ sich jederzeit wohltuend vom oft viel zu hohen Gesang zahlreicher 08/15-Powermetalbands abhebt. Stellenweise eingebaute Keyboards- und Akkustikgitarren geben den Tracks hier und dort ein stark mystisches Flair. Schon beim ersten Stück kommen überraschende Tastenklänge zum Vorschein, die einem Track wie The Raven die nötige Atmosphäre verleihen. Beim zweiten Stück des Silberlings, Azrael, wurden phasenweise akkustische Gitarrenklänge eingebaut. Der Mittelpart des Stückes überzeugt durch einige extrem groovige Gitarrenriff- und Drumparts, die für eine gewaltige Live-Stimmung sorgen sollten! Eine überaus gelungene, oberamtlich metallische Coverversion des Kate Bush Popsongs Wuthering Heights aus den 80er Jahren gehört zu den weiteren Highlights dieser gelungen Mini-CD, die schon jetzt die Erwartungen auf den nächsten kompletten Longplayer des Vierers in ungeahnte Höhen schraubt!
Ab und an packen Reaper die Speedmetalkeule aus, siehe Track vier Fields Of Joy, um straight forward, kräftig in die Vollen gehend, in den Hintern zu treten! Als fünfter und letzter Track kommt mit Wolfssong ein Live-Stück zu Ehren, das alle bandtypischen Reaper-Trademarks in sich vereint und einen gelungenen Abschluss dieser knapp halbstündigen Mini-CD darstellt.
Wer die seligen 80er-Jahre Zeiten vermisst, in denen größtenteils klassischer Heavy-Metal das Bild der Hartwurstszene prägte und die Speed-Metal-Bewegung mit Metallica, Megadeth, Anthrax und Slayer an der Spitze ihren Anfang nahm, obendrein auf bezeichnende 90er-Jahre- Düsterheimer-Fantasythemen wie Raben, Wölfe, Schlachtfelder, Dunkelheit, Vollmond, etc. und die entsprechend dazugehörige hymnenhafte Mucke schwört, sollte sich den Namen Reaper auf's Merkzettelchen schreiben. Diese begnadete Formation dürfte nicht nur eingefleischten Anhängern des klassischen Metals gefallen, sondern darüber hinaus auch für zahlreiche Metaller aus diversen anderen Bereichen des Heavy-Metals (Prog-, Power,- Thrash,- Death,- Blackmetal usw). interessant sein. Aus meiner Sicht ist Elements schon jetzt ohne Frage das Highlight des Jahres 2003!

Toschi

 Tracklist:
  1. The Raven
  2. Azrael
  3. Wuthering Heights
  4. Fields Of Joy
  5. Wolfsong (live)
Discographie:
1986 - Fairies Return (Demo)
1990 - Beyond All Time - Bellaphon
1992 - The Years Within - Mausoleum
2003 Review ansehen ... Elements
2004 Review ansehen ... Victory V (MCD)
weitere Infos:

Homepage www.reaper.de


weitere Links
CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Reaper - Victory V

Live-Reviews:

17.05.2003: Reaper (Kassel, Musiktheater)
26.07.2003: 2. Himmel Open Air (Hoof, Himmelwiese)
16.07.2004 bis 17.07.2004: 5. Rocktown Open Air (Bebra, Biberkampfbahn)
26.12.2005: Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Musiktheater)
25.12.2008: 4. Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Nachthallen)


Diese Seite wurde 0 mal kommentiert

Kommentar schreiben







1
Artikel
diesen Artikel per Email verschicken:
Email
 Suchen
In den CD-Reviews nach:
am meisten gelesen:
Bewertung
Artikel bewerten:

Stimmen: keine
Punkte: 0/5
CD bewerten:

Stimmen: keine
Punkte: 0/5
Partner
AFM-Records
Firefield Records
Remission Records
Thundering Records
 Live-Reviews
25.12.2008
4. Masters Of Cassel-Festival
Kassel, Nachthallen
07.08.2008
bis
09.08.2008

Party San Open Air
Bad Berka
09.05.2008
bis
11.05.2008

Rock Hard Festival
Gelsenkirchen, Amphietheater
25.12.2007
3. Masters Of Cassel-Festival
Kassel, Nachthallen
01.11.2007
Powerwolf
Saarbrücken, Garage
16.08.2007
bis
18.08.2007

Summer Breeze 2007
Dinkelsbühl
11.08.2007
Powerwolf
St. Ingbert, Holzstock-Festival
04.08.2007
bis
06.08.2007

18. Wacken Open Air
Wacken
19.07.2007
Pink Cream 69
Saarbrücken, Roxy
05.06.2007
bis
09.06.2007

Swedenrock-Festival
Sölvesborg (S)
25.05.2007
bis
27.05.2007

Rock Hard-Festival
Gelsenkirchen, Amphietheater
26.12.2006
2. Masters Of Cassel-Festival
Kassel, Nachthallen
18.08.2006
bis
19.08.2006

Summer Breeze 2006
Dinkelsbühl
03.08.2006
bis
05.08.2006

17. Wacken Open Air
Wacken
28.07.2006
bis
29.07.2006

Rock Of Ages-Festival
Seebronn
Statistik
1590 CD-Reviews
282 Underground-CDs
24 DVD-Reviews
159 Interviews
124 Live-Reviews