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Bloodbath - Ressurection Through Carnage

(Spielzeit: 41 min./VÖ: 25.11.2002)
Bloodbath - Ressurection Through Carnage

Die Setlist der an diesem Projekt beteiligten Musiker liest sich wie ein »who is who« der schwedischen Deathmetal-Szene. Neben Mikael Akerfeldt (Opeth), agieren Anders Nyström (Katatonia, Diabolical Masquerade) und Jonas Renske (Katatonia, October Tide) sowie kein geringerer als Edge Of Sanity (jetzt Nightingale)- Mitglied Dan Swanö. Besagte vier Herren haben hier einen ausfallslos brachialen Longplayer aller härtester Machart eingespielt, der in diesem Genre seines gleichen sucht. Mit anderen Worten, wer auch immer den Death-Metal-Thron beansprucht, kommt an diesem Projekt nicht vorbei; da werden es auch Peter Tägtgren und Co. schwer haben, ein solches Ausnahmealbum zu toppen, geschweige denn, an dieses grandiose Stück Vinyl heranzukommen.
Mit diesem Meisterdebut hat die Combo die Messlatte im Deathmetal-Bereich ähnlich hoch angesetzt, wie beispielsweise Emperor mit »In The Nightside Eclypse«, Naglfar mit »Diabolic« oder Dissection mit »Storm Of The Light's Bane«. Den vier Herren ist ein Überflieger gelungen, für den es eigentlich keine Worte gibt! Mit jeder Note fast ausnahmslos schnell, mörderisch brutal, voll auf den Punkt gespielt und keinerlei Kompromisse suchend, geht das Quartett gleich von Beginn an mächtig in die Vollen, wie der gewaltige Opener Ways To The Grave eindrucksvoll beweist.
Mit jedem einzelnen Ton bricht ein wahres Gewitter über die geneigte Hörerschaft herein! Zeitweise wird sogar eine zuweilen recht beklemmende, unheimliche Atmosphäre erzeugt, die im wahrsten Sinne des Wortes eine Gänsehaut erzeugen kann. Mikael Akerfeldts Vocals kommen derart eiskalt, roh, brutal und abgrundtief fies aus den Boxen, als ob der Leibhaftige persönlich hinterm Mikro stünde und sie eingesungen hätte! Als einer von vielen Anspieltips sei nur Death Delirium genannt.
Die Texte des Vierers bewegen sich teilweise sehr stark an der Grenze zur Morbidität. Wahrlich nichts für schwache Nerven, sofern man der englischen Sprache mächtig ist. Zartbeseitete Gemüter und Metaller, die es gern ruhiger oder gediegener mögen, sollten empfehlenswerter Weise besser ganz die Finger von diesem äußerst brutalen, einundvierzigminütig andauernden Hassklumpen lassen!
Die filigrane Gitarrenarbeit auf dem vorliegenden Silberling (auf dem nicht ein Ausfall zu finden ist) tut ihr übriges, um dieser Perle blutigsten Extremdeathmetals den allerletzten Schliff zu geben! Schlagzeug und Bass bilden eine famose Einheit, die tight bis zum allerletzten groovt, und das ob der größtenteils abnormen Geschwindigkeit, mit der das Quartett um Dan Swanö hier zu Werke geht. Die Gitarren sind absolut tödlich. Gnadenlose Killerhooks drücken dich an die Wand, du hast keine Chance, diesen mächtigen überwiegend pfeilschnellen Geschossen zu entkommen! Death-Metal in seiner extremsten Form, ein Bastard in Reinkultur! Der Name Bloodbath spricht für sich. Ein wahres Schlachtfest für alle Die-Hard-Anhänger stahlhärtester Knüppelkost, gespickt mit massenweise grandiosen Gitarrenläufen. Ein real gewordener Albtraum für alle Wimps und Poser auf diesem Planeten! Deathmetalhead, was auch immer du zur Zeit hörst, gib dir eine Session mit diesem Album, das dich schon beim ersten Track gnadenlos an die Wand nagelt und du weißt nicht nur, wo der metallische Hammer hängt, sondern auch, was die Stunde geschlagen hat! Das Ding macht keine Gefangenen!
Auch der Sound dieses grandiosen Zehntrackers liegt ganz klar im grünen Bereich. Extrem tief herunter gestimmte Gitarren sowie gnadenlose Death-Growls erinnern sehr stark an die Blütezeit der zweiten skandinavischen Death-Metal-Welle als Bands wie Entombed, Dismember, Grave und Unleashed das Geschehen dominierten, wobei dieses Werk sogar noch um einen ganzen Zacken brutaler eingespielt wurde und streckenweise sogar schon fast Grindcore-Tempo erreicht! Ich denke, von diesem Projekt wird man noch viel hören. Ressurrection Through Carnage ist ein gewaltiger Death-Metal-Überhammer und Pflichtkauf für ausnahmslos - (und damit meine ich ausnahmslos) - jeden Fan, dem Bands wie Dissection, Edge Of Sanity, Dismember oder Cannibal Corpse ein Begriff sein sollten.
Überragend!!! Für mich ganz klar eine der besten Death-Metal-Scheiben der letzten zehn Jahre - ohne wenn und aber!

Toschi

 Tracklist:
  1. Ways To The Grave
  2. So You Die
  3. Mass Strangulation
  4. Death Delirium
  5. Buried By The Dead
  6. The Soulcollector
  7. Bathe In Blood
  8. Trail Of Insects
  9. Like Fire
  10. Cry My Name
Discographie:
1999 - Breeding Death (EP)
2002 - Ressurrection Through Carnage - Century Media
weitere Infos:

Homepage www.bloodbath.biz

Label: Century Media


weitere Links
Interviews:

Interview: Bloodbath, 05.12.2002 Bloodbath beseitigt den Schmutz!

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