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Celtic Frost - Monotheist

(Spielzeit: 68 min./VÖ: 26.05.2006)
Celtic Frost - Monotheist

Nach unzähligen Durchläufen bleibt mir leider nur zu sagen, dass die unglaublich lang erwartete, von Vorschusslorbeeren überhäufte neue Scheibe von Celtic Frost, die auf den Namen Monotheist hört, nicht hält, was die Vorboten versprachen.
Celtic Frost klingen zwar wie ne verdammt gut produzierte Undergroundband, lassen aber die Catchiness und das einstige untrügliche Gefühl für hammerharte Killersongs schmerzlich vermissen. Zu sehr in die Länge gezogen nerven die Rifferuptionen nach einiger Zeit und langweilen. Herr Fischer am Gesang versucht zwar möglichst abwechslungsreich zu klingen, wirklich vom Hocker reisst mich das alles aber nicht.
Mit Celtic Frost im ursprünglichen Sinne hat die Scheibe herzlich wenig zu tun und ich frage mich nach diesem Album ernsthaft, was diese Reunion sollte. Für mich demontiert sich da ein Stück Metalgeschichte. Ständige Riffwiederholungen, Scheppersound, zu viel Bass und zu wenig Gitarrenschärfe sind einfach nicht die Zutaten, aus denen eine Scheibe für die Hall of Fame gemacht wird.
Stilistisch zocken die Drei im Prinzip Doom Metal mit einem dezent schwarzem Sludgecore Einschlag, mit Black oder gar Death Metal hat das alles wenig zu tun. Die Schweizer haben es versäumt, ein richtiges Feuerwerk zu entfachen und präsentieren nicht einen wirklich herausragenden Song auf Monotheist. Striktes, langweiliges und uninspiriertes Mittelmaß, welches zu einem harten Verriss geführt hätte, wenn nicht Celtic Frost auf dem Cover gestanden hätte.
Eine zweite Chance soll ja prinzipiell jeder bekommen können. Sollten die Herren ein weiteres Album nachlegen, wäre ich höchst erfreut über weniger Pseudodüsterrock, das ist einfach nicht das, was man erwartet hätte. Und wenn schon düster, dann bitte mit aller Konsequenz. Ihr seid nicht Black Sabbath.

Dirk

 Tracklist:
  1. Progeny
  2. Ground
  3. A Dying God Coming Into Human Flesh
  4. Drown In Ashes
  5. Os Abysmi Vel Daath
  6. Obscured
  7. Domain Of Decay
  8. Ain Elohim
  9. Totengott
  10. Synagoga Satanae
  11. Winter: Requiem/Chapter Three: Finale
Discographie:
1984 - Morbid Tales - Noise Records
1985 - To Mega Therion - Noise Records
1987 - Into The Pandemonium - Noise Records
1988 - Cold Lake - Noise Records
1990 - Vanity/Nemesis - Noise Records
1992 - 1984-1992: Parched With Thirst Am I And Dying - Noise Records
2006 Review ansehen ... Monotheist - Century Media
weitere Infos:

Homepage www.celticfrost.com

Label: Century Media


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Live-Reviews:

02.06.2006 bis 04.06.2006: Rockhard-Festival (Gelsenkirchen, Amphietheater)
03.08.2006 bis 05.08.2006: 17. Wacken Open Air (Wacken)


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